Österreichische AIDS Gesellschaft

Akute HIV-Infektion in der allgemeinmedizinischen Praxis

Nachwievor werden auch in Österreich viele HIV-positive Menschen erst sehr spät, teils sogar erst im Vollbild AIDS diagnostiziert. Solche späte Diagnosen bergen signifikante Nachteile. Die Viruslast erreicht in dieser ersten Infektionsphase besonders hohe Werte, die mit einem dementsprechend signifikant höherem Transmissionsrisiko einhergehen. Studien zeigen, dass in etwa 50% aller Fälle die HIV-Übertragung auf Kontakte mit Personen im Stadium der frühen HIV-Infektion zurückzuführen ist. Auch für die Betroffenen selbst ist eine frühe Diagnose von Vorteil, da sie eine dementsprechende frühe Behandlung ermöglicht und dadurch die Prognose maßgeblich verbessert wird.

Umso wichtiger ist es daher, nicht nur zum individuellen Wohle der eigenen PatientInnen, sondern auch vom gesundheitspolitischen und epidemiologischen Standpunkt betrachtet, in der Anamnese mögliches Risikoverhalten zu eruieren und bei Verdacht einen HIV-Test anzubieten, durchzuführen und im Bedarfsfall auch engmaschig zu wiederholen.

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„Akute HIV-Infektion in der allgemeinmedizinischen Praxis“